Tierphysiotherapie:

bei Tierphysiotherapie - Praxis Corina Szperling


Was ist Tierphysiotherapie?

Physiotherapie (griechisch φύσις, phýsis „Natur“ und θεραπεία, therapeía „das Dienen“) kurz um bedeutet Tierphysiotherapie auf natürliche Weise dem Tier zu dienen

Tierphysiotherapie ist eine äußerliche Form der Behandlung die hauptsächlich durch Anwendung von gezielten Handgriffen aber auch durch zutun von Hilfsmitteln und medizinischen Geräten angewendet wird, Sie ist eine therapeutische Maßnahme, welche Ihrem Vierbeiner in einem weiten Spektrum behilflich sein kann.

Die Tierphysiotherapie hilft bei Behandlung an den Beschwerden und den Funktions-, Bewegungs- bzw. Aktivitätseinschränkungen des Tieres, die bei der physiotherapeutischen Untersuchung festgestellt werden. Ich als Therapeutin nutze therapeutische, pädagogische und manuelle Kompetenzen sowie auf clinical reasoning basierende Diagnosen um bestmögliche Behandlung und eventuell auch während eines kurzen oder längerdauernden Rehabilitations- und Nachsorgeprozesses ihr Tier zu unterstützen.

Die Physiotherapie wird auch als vorbeugende Maßnahme eingesetzt, dabei zielt die Maßnahme auf Erhaltung oder Förderung der Gesundheit und dabei sehr häufig die Schmerzfreiheit bzw. –Reduktion zu erreichen.

Maßgeblich ist hierbei jedoch mein Ziel:

Durch die Physiotherapie ergänzend optimale Bedingungen zur Gesundheit Ihres Tieres zu schaffen.


Tierphysiotherapeutische Behandlung

Tierphysiotherapie Behandlungen führe ich hauptsächlich durch Anwendung von gezielten Handgriffen aus. Je nach Bedarf setze ich medizinische Geräte und Hilfsmittel ein um die Eigenaktivität (koordinierte Muskelaktivität sowie die bewusste Wahrnehmung) des Tieres durch natürliche physikalische Reize (z. B. Wärme, Kälte, Druck, Strahlung, Elektrizität) zu fördern.

Ich passe jede Behandlung individuell an die anatomischen und physiologischen, motivationalen und kognitiven Gegebenheiten des Tieres an.

Dabei ziele ich durch die Behandlung einerseits auf natürliche, physiologische Reaktionen des Organismus des Tieres (z. B. motorisches Lernen, Muskelaufbau und Stoffwechselanregung), andererseits auf ein verbessertes Verständnis des Tierbesitzers, der Funktionsweise des Organismus ihres Tieres und auf verantwortlichen Umgang mit ihrem Tier ab.


Kernziele eine Therapie können beispielsweise sein:

Vorbeugung / Allgemeinbefinden:

  • Leistungssteigerung
  • seelische Ausgeglichenheit
  • verbesserte Lebensqualität
  • Vorbeugen von Verletzungen
  • Konditionssteigerung

Allgemeines Training/ Aufbau:

  • Gezielter Muskelaufbau
  • Lösen von Verspannungen, Verklebungen der Muskulatur
  • Verbessern der Beweglichkeit
  • Widerstandsfähigkeit steigern und Verletzungen vorbeugen
  • Herabsetzen vorzeitiger Verschleiß
  • Orthopädische Notwendigkeit

Rehabilitation:

  • Operationen
  • Krankheiten
  • Verletzungen
  • Schmerztherapie

Behandlungsmöglichkeiten:

  • Klassische Massage
  • Sportmassage
  • Aktive und passive Bewegungstherapie
  • Aktive und passive Dehnungsübungen
  • Krankengymnastik
  • Muskelaufbautraining
  • Narbenbehandlung
  • Warm up – Cool down
  • Thermo- und Hydrotherapie
  • Lymphdrainage
  • Propriozeptives Training
  • Elektrotherapie mit TENS (Reizstromgerät)
  • Lasertherapie
  • Diagnostik unter dem Reiter
  • Geriatrie
  • Blutegelbehandlung

Dauer und Umfang einer Behandlung:

Die Dauer einer Therapie beträgt im Durchschnitt zw. 30 Minuten und 1 Stunde. Die Dauer der Erstbehandlung inklusive Befunderhebung (mehr dazu in Ablauf und Honorar) beträgt im Durchschnitt 2 Stunden.

Die Behandlungsdauer richtet sich jedoch nach den Indikationen, der spezifisch auf Ihr Tier abgestimmten Behandlung und besonders auf die Stimmung zur Mitarbeit Ihres Tieres, denn natürlich soll Ihr Tier Freude haben und es muss ihm gut tun!

Die Häufigkeit der Anwendungen ist ebenfalls abhängig von dem Grund des Einsatzes der Therapie und dessen Notwendigkeit, sowie dem Fortschritt den Ihr Tier nach der Anwendung macht.


Was passiert vor und zwischen einer Behandlung?

Vor der Behandlung wird eine Anamnese (Erfassung Vorgeschichte des Patienten), Gangbild-analyse und Palpation (Untersuchung) durchgeführt, so dass in Einbezug aller Gegebenhei-ten die Einleitung der Behandlung durchgeführt werden kann.

Da ich sehr großen Wert auf die Zusammenarbeit mit dem behandelnden Tierarzt lege be-darf es von Ihnen mir die Erlaubnis zu erteilen, mit diesem Absprachen zu treffen.

Um Ihr Tier auch in der "therapiefreien" Zeit optimal versorgen zu können, werden Sie als Patientenbesitzer soweit wie möglich in die Behandlung mit einbezogen. Sie erhalten bei Bedarf von mir ein abgestimmtes Programm, welches Sie als sehr wichtiger Inhalt einer Therapie in der therapiefreien Zeit zwischen den Behandlungen zu Hause ausführen dürfen.

Wichtig für den Therapieerfolg ist hierbei in hohem Maße Ihre Mitarbeit. Gegeben falls auch in Form der kontinuierlichen und konsequenten Anwendung dieses Programms zu Hause.


Indikationen/ Anwendungsgebiete

altersbedingte Beschwerden, z.B.

  • Beweglichkeit erhalten und fördern
  • Herz-Kreislauf-System stärken
  • Übergewicht abbauen durch gezieltes Training
  • Schmerzen lindern

Skeletterkrankungen, z.B.

  • Knochenbrüche nach tierärztlicher Versorgung
  • ED (Ellbogengelenksdysplasie)
  • HD (Hüftgelenksdysplasie)
  • OCD (Knorpelablösung im Gelenk)
  • Wirbelsäulenerkrankungen versch. Ursprungs
  • Stauchungen/ Prellungen

degenerative Erkrankungen, z.B.

  • Arthrosen/ Arthritis
  • Patellaluxation/-fixation (Kniescheibenprobleme)
  • Spondylose (Wirbelveränderungen, -verwachsungen)
  • Verletzungen von Bändern und Sehnen, z.B.
  • Kreuzbandriss, Sehnenentzündungen, Überlastungsfolgen

Muskelfunktionsstörungen, z.B.

  • atrophierte (zurückgebildete) Muskeln
  • verspannte Muskeln u.-verletzungen
  • Muskelkontrakturen (dauerhafte Muskelverkürzung)

Erkrankungen der Nerven, z.B.

  • Bandscheibenvorfall („Dackellähme“)
  • Cauda-Equina-Syndrom (Erkrankungen im Bereich des hinteren Rückenmarks)
  • Lähmungen
  • Wobbler-Syndrom (Erkrankungen im Bereich der Halswirbelsäule)
  • Ataxie
  • Vestibularsyndrom
  • Nervenlähmungen

Sonstiges, z.B.

  • Bewegungsstörungen
  • „Kippfenstersyndrom“ bei Katzen (Folgen nach dem Einklemmen im Fenster)
  • Lahmheiten
  • Narben
  • Ödeme
  • Rückenprobleme
  • Schmerzen
  • Schwimmer-Syndrom bei Welpen (mangelnde Reizweiterleitung zu den Muskeln)
  • Sportphysiotherapie
  • Vor- und Nachbehandlung bei Operationen
  • Wohlfühltherapie / Wellness

Kontraindikationen

Gibt es auch Kontraindikationen für eine Behandlung?

Ja, die gibt es und diese müssen unbedingt im Vorgespräch geklärt werden.

Kontraindikationen sind z.B.

  • Tumorerkrankungen
  • Akute Infektionen oder Allergien
  • Schwere Herz- Kreislaufstörungen
  • Trächtigkeit
  • Bestimmte Medikamente
  • Unmittelbar nach Impfungen

Und einige mehr….

oder

Krankheitsbildern mit unklarer Pathogenese. Hier sollte von einer physiotherapeutischen Behandlung abgesehen werden.

Darüber hinaus gibt es bei Erkrankungen der Haut und der Leber und bei lokalen Entzündungen bestimmte Techniken die dann nicht angewendet werden sollten.


Ablauf und Ersttermin

Beim ersten Termin erstelle ich eine komplette Befundanalyse. Hierbei führe ich gemeinsam mit ihnen eine Anamnese (Fallzusammenfassung und Vorgeschichte). Danach erfolgt durch mich die Befundung, welche eine Palpation (Untersuchung) und Gangbildanalyse beinhaltet.

Nun durchführe ich die erste Behandlung. Diese ist ausgerichtet auf die mir bis dahin bekannten Informationen, Erstergebnisse der Palpation und Gangbildanalyse. Vordergründig steht hier-bei der positive Kontakt und erste Berührungen Ihres Lieblings, ebenso die Eingewöhnung auf bestimmte Therapieanwendungen und –geräte.

Nach beenden des Ersttermins erfolgt eine Erstellung des Therapieplanes durch mich. Dieser wird unter Analyse der im ersten Termin erörterten Informationen, in Einbezug aller Ergebnisse wie der Anamnese, Palpation und Gangbildanalyse erstellt. Die Therapiearten und Intervalle der Behandlungen sind individuell auf das jeweilige Tier und des Krankheits-ursprung abgestimmt und variieren.

Der Therapieplan wird u. U. von mir mit dem Behandelnden Tierarzt besprochen, insbesondere dann, wenn ich eine postoperative Behandlung durchführe, eine parallel laufende tierärztliche Behandlung besteht, oder die Indikation dies erforderlich macht.

Nun kann die weiter Behandlung Ihres liebes Tieres beginnen!


Wenn sie noch Fragen haben

Wenn Sie auch zu den Menschen gehören, die die Voraussetzung schaffen wollen, für mehr Lebensqualität des Ihnen nahe stehenden Vierbeiners.

Sollten Sie noch Fragen haben oder zusätzliche Hilfe benötigen, wie ich physiotherapeutisch helfen, oder was ich sonst gutes für Ihren besten Freund tun kann?

Dann kontaktieren Sie mich:

Für mehr Informationen stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat, persönlich, telefonisch 0178 / 97 15 447 oder per Mail Kontaktformular zur Verfügung.